"So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."
Matthäus 5,16
In diesen Tagen sind überall tausende Lichter zu sehen:Kerzen stehen auf den Tischen, draußen blinken bunte Figuren. Aus winzigen Lämpchen bestehende Lichterketten überziehen Bäume und Häuser. Erleuchtete Weihnachtsmänner stehen auf Garagen und Würstchenbuden.
Wozu unser Licht Leuchten lassen? Zwischen all den Lichtern sieht es doch eh keiner, oder?
Die Menschen haben Sehnsucht nach Licht. Die langen Winternächte scheinen heller auf dem Weihnachtsmarkt, wenn wir mit Kinderaugen und Glühwein in der Hand buntes Holzspielzeug, Glaskugeln und Schmuck bestaunen.
Alle sind dort: Elegante Wintermäntel und Strumpfhosen unter dem Mini, Anzug und Baggy Pants. Düfte verbreiten anheimelnde Gefühle: Wachs und gerösteten Mandeln und Harz von Tannen.
Aber den Vater im Himmel preisen? Wozu? Hier geht es eher um gute Preise als um gute Werke.
Vielleicht muss man dazu ins Dunkel gehen. Dahin, wo keine Lämpchen brennen und nicht mal eine Kerze.
Aber interessiert es das Licht überhaupt, ob es gesehen wird? Genügt es ihm nicht, dass es leuchtet?
Die Aufforderung Jesu ist nur die: Leuchte!
