Ja, der ist neu!
Neuer Blog. Willkommen!
Jeden Monat geht's um einen Bibeltext.
Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Matthäus 6,33
Jeder, der mit einem solchen Text umgeht, geht einen eigenen Weg.
Die kurze Geschichte dieses Blogs
Einige Jahre lang nach meinem Übertritt in die Katholische Kirche war ich viel mit Dingen beschäftigt, die für mich neu waren oder wo ich nicht wusste, wie es geht. Natürlich habe ich auch Kontakte geknüpft und manchmal auch Frust erlebt.
Doch zunehmend begann ich wieder zu fragen: Was ist meine Berufung? Wo ist mein Platz in der Kirche?
Ich bin mir sicher, dass es diese Menschen geben muss, nach denen ich suche. Kirche ist kein Trip für Individualisten. Ich will mehr. Ich will nicht nur reden, ich will es leben, und wie geht das...?
Vor ein paar Wochen landete ich auf der Web-Site der Fokolarbewegung an. Anders wirtschaften, da bleib ich hängen, das faszinierte mich.
Das war eine Frage, die ich seit Jahren stellte: Wie können wir wirtschaften und dabei Christen bleiben? Wie kann Arbeit und Ökonomie ein menschliches Gesicht bekommen? - Sollte es das, wonach ich fahndete, schon geben?
Umfassende Einheit in der Vielgestaltigkeit der geschaffenen Welt - Ökumene, der Dialog auch mit Atheisten und Andersgläubigen und freilich innerhalb der Kirche mit ihren so vielfältigen Meinungen und unterschiedlichen Lebensweisen; weltweite Zusammengehörigkeit, Einbeziehen des finanziellen Aspekts; und das alles eingebettet in die Kirche: All das waren ohnehin "meine" Themen. Konnte das wahr sein?
Es war klar: Ich musste das überprüfen. Vielleicht war das ja nur ein Klub von heißgelaufenen Idealisten?
Ich klappte die Kontaktseite aus: Da gab es doch tatsächlich ein Fokolar in Frankfurt. Von früheren Nachbarn wusste ich, dass da Leute wohnen, dass das aber auch als so eine Art Zentrum für die anderen dient, die anderswo wohnen. Na ja, eben als "Feuerstelle" oder "Herd", was Focolare ja heißt. Also mailte ich direkt ans Frankfurter Fokolar.
Und, klar, ich bekam Antwort. Und wurde eingeladen.
Gabi nahm sich viel Zeit, um mir etwas darüber zu erzählen und hörte zu, was ich suchte. Mein durchweg skeptisches Wesens konnte keinen Grund finden, mich nicht darauf näher einzulassen.
Sie gab mir auch das "Wort des Lebens" in gedruckter Form mit. Das klebte ich neben mein Bett an den Schrank.
Wie praktisch, dachte ich, wenn du jemanden von den Focolari triffst, hast du immer was, um ins Gespräch zu kommen. Egal wo jemand her kommt.
Vor allem aber: Passte das nicht genau zu meiner Situation? Das Reich Gottes suchen. Ja, aber wirklich hingehen und schauen, wo es ist! Das war es doch, wonach ich suchte. Nur wollte ich mich mit einer "rein geistigen" Größe, wie ich sie oft angepriesen fand, nicht abfinden. Es musste irgendwo konkret werden. Jesus hat etwas zu den Menschen gebracht, nicht Märchen erzählt.
Heute morgen hatte ich die Idee, das "Wort des Lebens" in einen neuen Blog zu packen. Warum nicht die Gedanken dazu und die Erfahrungen damit auch von zuhause aus mit anderen teilen? Warum nicht ein Forum bereitstellen, das anderen ermöglicht, dasselbe zu tun? Meinen ersten Text (es wurde nachher der zweite Eintrag) hatte ich ohnehin fast fertig. Ich hatte Gabi meine ersten Ideen zum "Wort des Lebens" per Email zugeschickt, das brauchte ich nur zu überarbeiten...
So entstand dieser Blog, und ich hoffe, er gefällt Euch! Lebendig ist das Wort des Lebens! Drum zückt auch gleich den Bleistift - äh, ran an die Tastatur - und macht munter mit.