Wort des Lebens Oktober 2009:
„Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.“
Lukas 21,19
Dieses Wort hat zuerst eine Zeichnung hervorgebracht, dann Gedanken darüber, was Standhaftigkeit ist. Aber so recht befriedigt mich das nicht.
Meine Gegenwart scheint nicht recht dazu zu passen. Bin ich doch eben erst in die Bewegung "hineingeraten" und darin ist eher etwas in Bewegung gekommen als dass ich irgend jemandem widerstehen müsste.
Ich hatte die Jahre zuvor einiges erlebt, was eher anderer Menschen Grenzen sichtbar gemacht hatte als dass ich in der Sache viel dazu hätte tun können. Und jetzt irritiert mich ein unbehinderter Fluss.
Standhaftigkeit ist nicht nur manchmal ansteckend, wie Chiara sagt, in gewissem Sinn gewöhnt man sich sogar daran, selbst, wie ungewollt das auch geschieht, Widerstand zu sein.
Meine Gegenwart scheint nicht recht dazu zu passen. Bin ich doch eben erst in die Bewegung "hineingeraten" und darin ist eher etwas in Bewegung gekommen als dass ich irgend jemandem widerstehen müsste.
Ich hatte die Jahre zuvor einiges erlebt, was eher anderer Menschen Grenzen sichtbar gemacht hatte als dass ich in der Sache viel dazu hätte tun können. Und jetzt irritiert mich ein unbehinderter Fluss.
Standhaftigkeit ist nicht nur manchmal ansteckend, wie Chiara sagt, in gewissem Sinn gewöhnt man sich sogar daran, selbst, wie ungewollt das auch geschieht, Widerstand zu sein.
Doch wenn ich nicht in unmittelbarer Bedrängnis bin, ist Jesus selbst noch immer eine Herausforderung. Da zeigt sich, was "standhalten" im Innersten ist: Sich seiner Liebe überlassen.
Du
steigst hinab ins Totenreich meiner Seele
tauchst in die Tiefe der See, wo die Wrackteile alter Schiffe liegen
besuchst die ausgestorbenen Bahnhöfe einer entlassenen Zeit
wanderst über den Todesstreifen verschlossener Grenzen
erweckst zum Leben die Gott-verlassene Kindheit
entfaltest die vertrocknete Armut in mir zu Farbpulver
durchlebst den Meeresgrund wie Sonar mit dem Echo Deines Todesschreis: Warum hast du mich verlassen?
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