Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Matthäus 19,24
Also: Vor mir das Nadelöhr. Wie komm ich da durch?
Gar nicht, bin zu dick.
Gar sowieso nicht, sagt Jesus: Da kommt niemand rein, ohne dass Gott es ermöglicht.
Stimmt ganz klar.
Wieso ist der Eingang eigentlich so schmal und winzig?
Nicht mal durchgucken kann man richtig. Schlüsselloch ist nichts dagegen.
Und drumrum sieht alles aus wie immer. Nur da ist dieser Gateway, nein dieses unpassierbare Türchen, durch das man irgendwie durchkommt, bloß nicht so wie in den Computerspielen, wo sich ein Tor irgendwie öffnen lässt mit einem Trick und dann kann man durch und drüben weiter machen.
Genau das kann man nicht: Weitermachen.
Im Computerspiel ist die Welt auf der anderen Seite manchmal eine andere. Aber die Regeln sind diesselben. Im Prinzip zumindest.
Im Reich Gottes? Kann irgendwer sich vorstellen, dass da diesselben Regeln gelten wie in unserem Alltag und in unserem Staatswesen?
Blödsinn. Natürlich nicht. Sonst könnten wir eigentlich auch hier bleiben.
Gehen wir mal davon aus, wir wollen auch tatsächlich auf die andere Seite. Was ja keineswegs von vorne herein gesagt ist. Wie gesagt, man kann sich's ja nicht erstmal anschauen.
Also, es ist gänzlich anders irgendwie. Und doch nicht: Denn Jesus sagt ja: Das Reich Gottes ist mitten bei den Menschen schon da. Wenigstens dort, wo Jesus ist. Er ist drin. Und die um ihn rum, sind vielleicht auch drin. Andere auch nicht.
Andere Regeln gelten auf jeden Fall. Ich würde sagen, eine:
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.Und Johannes kommentiert:
Johannes 13,34
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.Alles andere folgt daraus.
1. Brief des Johannes 4,8
Vielleicht hilft uns das aber doch weiter, die Sache mit dem Gateway: Meistens (jedenfalls, wenn man es das erste mal spielt) hat man keine Ahnung, was einen auf dem nächsten Level oder hinter dem Gateway erwartet.
Man kann also nur drauf vorbereitet sein, dass irgendwas anders ist und etwas anderes vom Spieler gefordert ist. Ansonsten muss man einfach durchgehen. Und schaun, was passiert.
Man kann sich entweder drauf einlassen - oder es lassen.
Im Spiel kann einem allerdings, objektiv betrachtet, nicht viel passieren, allenfalls verliert man seine Spielfigur, und oft hat man ja auch noch ein paar Leben in Reserve.
Aber was, wenn ich mich aufs Reich Gottes einlasse?
Da ist doch Liebe, oder? Da kann mir doch gar nichts passieren, oder?
Oder??!
Mir kann alles passieren. Genau das ist es ja.
Mir wird alles passieren.
Mir wird all das passieren, von dem ich mir nicht vorstellen kann - vielleicht auch nicht will! - dass es mir passiert.
Ich finde heraus, dass alle Menschen sind z.B., auch die, die ich gar nicht dafür halten will.
Ich finde heraus, dass ich geliebt bin. Ihr glaubt gar nicht, wie unangenehm das sein kann, dass Gott so nah ist, dass er einen berührt.
Und alles ist gemeinsam. Einheit in Vielfalt, aber nicht Wörter, die in Dokumenten oder Programmen stehen, nein, in Wirklichkeit. Totale Unterscheidung. Totale Einheit. Viel zu krass.
Ich meine wirklich, dass es einem passiert.
Aber das unmöglichste daran ist das Tor.
Das ist der Gekreuzigte. Der führt genau rein.
Foto 2: Toshihiro Oimatsu "in the Tunnel" (some rights reserved) auf piqs.de



Ich will dir da gerne recht geben!
AntwortenLöschenZu aller erst kommt aber die Liebe!
Mt 22,39 Ein zweites ist ebenso wichtig: ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹ (Mt 22,39 NGÜ - Neue Genfer Übersetzung). Vgl. 1.Korinther 14,1&2
Gott hat Bock auf Klarheit
1 Liebe soll bei euch allen höchste Priorität
haben! Aber seid auch heiß auf die besonderen Begabungen, die Gott durch den Geist geben
möchte! 2 Wenn jemand zum Beispiel diese
Sprachenbegabung auslebt, dann redet er ja nicht mit Menschen, er spricht mit Gott.
Ist doch klar, keiner kapiert, was er da ablabert, aber Gott versteht es!
(1. Korinther 14,1&2 Volxbibel 3.0)