Und für ebenso alberne Gestalten halten sie die Christen, mit denen dieses Fest doch irgendwie zusammen hängt.
Kennt Ihr das? Irgendwas läuft nicht so, wie die Leute sich das vorstellen. Und sie wollen irgendwas von uns. Es muss genauso laufen, wie sie es sich in den Kopf setzen. Und dann kommt: "Du bist doch Christ. Du musst das doch machen. Sonst ist das keine Nächstenliebe."
Komischerweise passiert mir das in letzter Zeit nicht. Möglicherweise spüren die Leute, dass das "gefährlich" ist, denn es kann ihnen passieren, dass sie sich mitten im Gespräch wiederfinden. Ich vermute, es wird auch keiner mutmaßen, dass ich an den Weihnachtsmann glaube, wenn ich den Mund aufmache.
Nun ist Jesus freilich als Kind geboren, und Menschen haben generell die Tendenz, Babys süß zu finden. Vor allem, wenn's nicht die eigenen sind.
Aber ich muss doch mal sagen, dass Jesus wirklich als Mensch geboren wurde, dass seine Mutter ihn garantiert unter Schmerzen auf die Welt gebracht hat. Die erste Geburt kann ziemlich lange dauern, und nirgndwo in der Bibel wird dieser Prozess einfach übersprungen oder abgekürzt.
Meistens ist das auch bei uns so, wenn Jesus bei uns ankommt und in uns zur Welt kommt. Abkürzungen gibt's nicht, und schmerzhaft ist es manches Mal auch. Abkürzen geht ganz einfach deshalb nicht, weil wir als Christen nirgendwo hin kommen, wenn wir versuchen, an ihm selbst vorbei etwas zu tun. Ist ja auch logisch.
Aber das ist weder süßlich noch lammfromm.
So einen albernen Jesus gibt's einfach nicht.
Aber das Herz Marias bewahrt alle Worte, die über ihn gesagt sind. Und sie küsst ihn und umarmt ihn.
Bild 2:
Bubamara: Adventný veniec I auf wikimedia commons

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